Deutschlandfunk Kultur

Klangkunst

Kurzstrecke 92 Feature, Hörspiel, Klangkunst Zusammenstellung: Barbara Gerland, Ingo Kottkamp, Marcus Gammel Produktion: Autoren / Deutschlandfunk Kultur 2019 Länge: 56"30 (Wdh. v. 28.11.2019) "Bring Dein Hörspiel ins Radio" - so wurden Freie Hörspielermacher*innen eingeladen, sich beim Wettbewerb ,PiNball 2019" zu beteiligen. Am 9. November wurde das "beste Kurzhörspiel" bei den ARD Hörspieltagen ausgezeichnet. Gewinnerstück ARD PiNball 2019: Chewing Gum Makes A Demon Really Happy Von Ronaldas Obukas und Simone Halder Der Wolf in uns Von Carina Pesch a word Martin Moolhuijsen Außerdem: Neues aus der Wurfsendung mit Julia Tieke Kurzstrecke 92
Freitag 00:05 Uhr

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Bayern 2

radioWissen

SchneeFlockenSchnee Faszinierende Flocken und ihre Geheimnisse Unter dem Schnee Wie Tiere über den Winter kommen Das Kalenderblatt 13.12.1903 Eistüte patentiert Von Henrike Leonhardt Schnee - faszinierende Flocken und ihre Geheimnisse Autor: Georg Bayerle / Regie: Christiane Klenz Es heißt immer, nur die Inuit hätten 40 Namen für Schnee, aber das ist im Deutschen nicht sehr viel anders: es gibt Pulver-, Sulz- und Firnschnee; Harsch, Eis und Schneematsch, trockenen, griffigen, weichen, nassen, windgepressten, angefrorenen und tiefen Schnee. Plattenpulver und Pappschnee. Gefrierformen und Tauformen. So viele Umwandlungsformen dieser einfachen Substanz aus gefrorenem Wasser, das in unendlicher Vielfalt in den Wolken entsteht. Und: es gibt Kunstschnee. Die an sich simple Methode, durch Druckluft einen Schneekern zu erzeugen, um den herum dann das Wasser zu einem Eiskristall gefriert, ist heute der Standard auf nahezu allen Pisten in den Alpen. Dabei könnte sich der Name "Schi" sogar lautmalerisch vom Klang herleiten, der entsteht, wenn ein Schi durch den weichen Schnee gezogen wird und dabei die Schneekristalle zerstäuben, deren einzige Gemeinsamkeit darin besteht, dass sie in ihrer Grundform sechseckig sind: gezackte Spitzen, flechtenartige Auswüchse, die sich immer feiner verästeln. In der Wolke fängt es an: wenn der Gefrierpunkt erreicht ist, entsteht aus einem Kügelchen aus Staub und Wasser ein Urkristall: Schnee wächst in einer kristallinen Struktur zu sternförmigen Gebilden. Kein Kristall gleicht dem anderen - jeder ist ein Einzelstück der Natur. Es ist reine Physik. Ein Produkt natürlicher Schönheit, gewachsen in der Zeit, die es dauert, bis die Flocke vom Himmel gefallen ist. Daraus resultiert auch die natürliche Faszination, die die Schneeflocke ausübt. Und aus den Flocken entsteht die Winterlandschaft, die die Geräusche und die Formen dämpft. Die Schneedecke, die ihrerseits wieder von Wind und Wetter umgewandelt wird und in den Bergen in ihrer extremsten Form als Lawine zu Tal fährt. Unter dem Schnee - wie Tiere über den Winter kommen Autorin: Christiane Seiler / Regie: Frank Halbach Wenn frischer Schnee die Erde bedeckt, wirkt die Welt wie neu und leer. Später zeigen sich Spuren, Abdrücke, freigekratzte Flächen. Denn wo Schnee liegt, leben Tiere - wenn sie nicht vor dem Winter in wärmere Gegenden geflüchtet sind. Tiere die bleiben, machen es sich, so weit es geht, gemütlich, fressen sich eine Fettschicht an und stellen sich auf karge Kost ein. Die Strategien sind so vielfältig wie die Tierarten: Manche Tiere verschlafen den Winter oder verlassen ihre Verstecke nur zur Futtersuche, Amphibien vergraben sich im Schlamm, andere lassen sich sogar einschneien um sich zu wärmen, denn Schnee kann Schutz bedeuten. Häufig aber bringt Schnee auch Kälte und Not: Futterquellen werden verschneit, Pfade versperrt - der schneereiche Winter 2019 lieferte dafür eindringliche Bilder. Offenbar stört die Klimaerwärmung auch den Jahresrhythmus unserer Wildtiere. Wie können wir uns das Leben unter der Schneedecke vorstellen? Und nützt es manchen Tieren vielleicht sogar, wenn die Winter schneeärmer werden? Moderation: Birgit Magiera Redaktion: Matthias Eggert und Bernhard Kastner
Freitag 09:05 Uhr

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BR-Klassik

Das Musik-Feature

beethovenBTHVN2020 Bonn und Beethoven im Jubiläumsjahr Wenn die Welt 2020 Beethovens 250. Geburtstag feiern wird, will die Stadt Bonn natürlich im Zentrum stehen. Schließlich kam der Komponist hier im Dezember 1770 zur Welt - im "Beethoven-Haus" in der Bonn-Gasse, das heute als Gedächtnisstätte, Forschungszentrum und Konzertsaal fungiert. Ihm angegliedert ist die eigens gegründete Beethoven Jubiläums GmbH, die innovative Projekte zum Thema Beethoven fördert sowie sämtliche Konzerte, Ausstellungen, Symposien und Theaterproduktionen des kommenden Jahres koordiniert. Ihr Logo BTHVN2020 ist zwar unaussprechlich, doch nicht ohne Bedacht gewählt. Jedem Buchstaben ist ein anderer Aspekt des Kosmos Beethoven zugeordnet: Beethoven als Bonner Weltbürger, als Tonkünstler, als Humanist, als Visionär und als Naturfreund. Und da große Ereignisse ihre Schatten vorauswerfen, wird der Startschuss zum Jubeljahr bereits am 16. Dezember mit einem Konzert in der Bonner Oper (live übertragen auf BR-KLASSIK) abgefeuert. Dass die Beethovenhalle als wichtigster Veranstaltungsort wegen Sanierungsarbeiten ausgerechnet 2020 geschlossen bleibt, wirft nicht das beste Licht auf die lokale Kulturpolitik. Wie Bonn sich dennoch 2020 als "Beethovenstadt" profilieren will - darüber unterhielt sich Alexandra Maria Dielitz vor Ort mit den führenden Organisatoren.
Freitag 19:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

geschlechtsangleichende OperationFree as a bird Warum Nathan sterben wollte Von Ingo Haeb und Roel Nollet Regie: die Autoren Produktion: Dlf 2019 Früher hieß Nathan Nancy. Doch ein Mädchen wollte er nie sein. Jetzt, mit 43 Jahren, haben ihn Hormone seinem Wunsch, ein Mann zu werden, sehr nah gebracht. Doch es fehlt noch die geschlechtsangleichende Operation. Als diese scheitert, trifft Nathan eine unglaubliche Entscheidung - er beantragt Sterbehilfe. Als der Transmann Nathan seinen Freundinnen von dem Wunsch erzählt, sein Leben zu beenden, weil die geschlechtsangleichende Operation fehlgeschlagen ist, reagieren sie mit Entsetzen. In ihren Augen hat Nathan so viel: Arbeit, eine Wohnung, Hobbys - und sie, seine Freundinnen, die immer zu ihm stehen. Sie bemühen sich, Nathan von seinem Vorhaben abzubringen. Eine Reise ans Meer soll ihm zeigen, dass sein Leben noch lebenswert ist. Doch während des gemeinsamen Kurzurlaubs erfahren die Frauen, welches Leid Nathan ertragen musste, als er noch Nancy war. Ihr Blick auf ihren Freund, den sie bisher als lebenslustig und optimistisch wahrgenommen haben, verändert sich. Wie tief können Verletzungen gehen, die man in der Kindheit zugefügt bekommen hat? Gibt es seelisches Leid, das nicht therapierbar ist? Und hat der Mensch ein Anrecht darauf, selbst zu bestimmen, ob er sein Leben mit ärztlicher Hilfe beenden möchte, selbst wenn er körperlich gesund ist? In Nathans Heimatland Belgien ist aktive Sterbehilfe laut Gesetz auch bei "unheilbaren, unerträglichen seelischen Leiden" erlaubt. Die Sterbehilfedebatte ist in den Beneluxländern schon deutlich weiter als hier in Deutschland. Ein Feature über die grundsätzlichen Fragen von Leben, Tod und Selbstbestimmung - und eine sehr persönliche Geschichte. Free as a bird
Freitag 20:10 Uhr

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